Hormone

Substanzen in der Umwelt, die eine Wirkung auf den Hormonhaushalt entfalten, können die Gesundheit – und vor allem die Fortpflanzungsfähigkeit – von Mensch und Tier erheblich beeinträchtigen. Selbst in geringsten Konzentrationen von milliardstel bzw. billionstel Gramm pro Liter sind bereits schwerwiegende und langfristige Effekte auf das Hormonsystem und die Fruchtbarkeit von Menschen und Tieren zu befürchten. Weitere mögliche Krankheitsbilder reichen von einer Beeinträchtigung der Lernfähigkeit bis hin zu Verhaltensänderungen. Schädigungen können bereits im Mutterleib auftreten, selbst bei Dosierungen, die für Erwachsene ungefährlich sind. Besonders die Tatsache, dass solche sogenannten Endokrine in vielen Produkten des Alltags vorkommen und direkt oder über das Abwasser in den Wasserkreislauf gelangen, ist besorgniserregend.

BUND-Paper „Hormonaktive Substanzen im Wasser“:
https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/fluesse/fluesse_hormonaktive_substanzen_hintergrund.pdf

Frau mit Antibaby-Pille. Hormone im Trinkwasser können mit Alb Filter gefiltert werden

Die Antibabypille ist in Deutschland Verhütungsmethode Nummer Eins. Doch ein Großteil der darin enthaltenen künstlichen Östrogene wird – ähnlich wie bei anderen Hormonbehandlungen – vom Körper nicht abgebaut und über das Urin wieder ausgeschieden. So kann es über den Wasserkreislauf ins Trinkwasser gelangen. Kläranlagen können die Östrogenbelastung kaum beseitigen, denn Östrogen ist schwer abbaubar. Die Folgen für den Menschen sind kaum erforscht.