Pestizide/Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel

Herbizide und Pestizide, also allgemein Pflanzenschutzmittel in Trinkwasser sind ein großes Problem. Studien des Umweltbundesamtes haben in beinahe 30 Prozent aller Wasserversorgungen in Deutschland Pflanzenschutzmittel beziehungsweise ihre Wirkstoffe und Abbauprodukte nachgewiesen. Selbst seit Jahren verbotene Pflanzenschutzmittel wie Atrazin oder DDT bzw. Ihre Abbauprodukte können immer noch im Grundwasser auftauchen.

Das vieldiskutierte Pestizid Glyphosat zählt zu den am häufigsten zum Einsatz kommenden Mitteln zum Schutz vor Unkraut in der Landwirtschaft. Zwar fehlen bisher klare Nachweise, doch Glyphosat im Trinkwasser hätte unter Umständen immense Folgen für die Gesundheit, so dass die Auswirkungen des Pflanzenschutzmittels aktuell genauer untersucht werden. Großangelegte Studien renommierter Forschungslabore deuten darauf hin, dass die Aufnahme von Glyphosat über Trinkwasser oder Nahrung Fehlbildungen bei Babys sowie Fehlgeburten begünstigt.

Die Trinkwasserverordnung sieht für Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat strenge Grenzwerte vor, die Konzentration im Trinkwasser darf den vorgeschriebenen Grenzwert von 0,5 µg/l nicht überschreiten.