Warum Wasser (nochmals) filtern?

Es gibt viele Gründe, Wasser zu filtern. Zum einen können Inhaltsstoffe enthalten sein, die zu Trübungen oder Verunreinigungen führen, den Geschmack/Geruch und allgemein die Genussfähigkeit beeinträchtigen. Zudem könnten Schadstoffe oder Krankheitserreger enthalten sein.
Das in Klammern gesetzte Wort „nochmals“ bezieht sich darauf, dass die meisten Verbraucher ihr Leitungswasser von einem Trinkwasserversorger beziehen, wo es im Wasserwerk bereits gereinigt und aufbereitet wurde. Doch erstens berücksichtigt der Trinkwasserversorger bei der Wasseraufbereitung nur die etwa 50 wichtigsten Inhaltsstoffe, die in der deutschen Trinkwasserverordnung explizit genannt und für die Grenzwerte festgelegt wurden. Zweitens legt das Trinkwasser anschließend nochmals eine Strecke von meist mehreren Kilometern im öffentlichen Leitungsnetz und anschließend im Leitungsnetz des eigenen Hauses zurück, bevor es konsumiert wird. Auf diesem langen Weg können neue Verunreinigungen dazukommen.
Es gibt aber auch Verbraucher, die ihr Trinkwasser dezentral über eigene Brunnen beziehen. Hierbei sind die aktuellen Inhaltsstoffe meist gänzlich unbekannt bzw. werden sie selten überwacht. Um eine optimale Trinkwasserqualität sicherstellen zu können, liegt eine Filterung vor dem Konsum daher nahe. 

Hauptgründe

  • Es ist belastet durch geschmacksstörende organische Stoffe, daher schmeckt es Ihnen vielleicht nicht.
  • Es ist verunreinigt durch viele Stoffe die NICHT von der Trinkwasserverordnung abgedeckt werden. Wie Rückstände von Arzneimitteln, Pestiziden, Asbestfasern, Mikroplastik, industriellen Chemikalien, uvm.  
  • Es ist verunreinigt durch Bakterien, die bei der Aufbereitung durchgerutscht oder später eingebracht worden sind. Pressemeldungen von bakteriell belastetem Wasser gibt es nahezu wöchentlich, Anwohner werden aufgefordert, oft über mehrere Wochen ihr Wasser abzukochen.  
  • Es ist belastet durch Schwermetalle wie Blei oder Kupfer, welche sich auf dem Weg durch alte Wasserleitungen zu Ihrem Wasserhahn im Wasser angereichert haben.  
Vergleich schmutziges Wasser vs. sauberes Wasser

Trinkwasserverordnung (TrinkwV)

Die Trinkwasserverordnung stammt in ihrer ursprünglichen Version aus dem Jahr 2001, wurde aber seither mehrmals überarbeitet und ergänzt, zuletzt Anfang 2018. In Anbetracht neuer medizinischer Erkenntnisse und verbesserter Prüfmethoden wurde das Regelwerk zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität in Deutschland in den letzten Jahren schrittweise erneuert. Aufgabe der TrinkwV ist es, die Qualität des Trinkwassers in Deutschland sicherzustellen und zu verbessern. Die TrinkwV basiert auf der EU-Trinkwasserrichtlinie und dem deutschen Infektionsschutz-Gesetz. Darin wird die Qualität von Trinkwassers in Hinblick auf die menschliche Gesundheit folgendermaßen definiert (Paragraph 37 Abschnitt 1): „Wasser für den menschlichen Gebrauch muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist."

In der TrinkwV geregelt sind die Beschaffenheit des Trinkwassers, dessen Aufbereitung, die Pflichten der Wasserversorger sowie die Überwachung des Trinkwassers. Dabei wird Bezug genommen auf allgemein anerkannte Regeln der Technik sowie nationale und internationale Normen zur fachgerechten Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser. Wenn Wasserversorger und im weiteren Verlauf auch Vermieter/Hausbesitzer diese technischen Vorschriften und Hinweise nachweisbar beachten, stellen sie in ausreichendem Maße sicher, „dass das beim Verbraucher ankommende Trinkwasser den Anforderungen der Trinkwasserverordnung genügt“.

Doch bedeutet dies auch, dass das Leitungswasser in einwandfreiem Zustand zum Verbraucher gelangt? Das wird kontrovers diskutiert. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist untergliedert in chemische, mikrobiologische und radiologische Anforderungen mit verbindlichen Grenzwerten für eine Reihe von etwa 50 möglichen Schadstoffen. Auf diese wird das Trinkwasser permanent in den etwa 6.000 Wasserwerken Deutschlands kontrolliert und entsprechend aufbereitet. Das aufbereitete Wasser gilt in der Praxis als gut trinkbar und bekömmlich. Man liest immer wieder, dass deutsches Trinkwasser das meistkontrollierte Lebensmittel mit hervorragender Qualität sei.

Dabei gelangen durch Industrie, Landwirtschaft, Umwelteinflüsse und auch uns Menschen immer mehr Schadstoffe in den Wasserkreislauf, die durch die TrinkwV überhaupt nicht geregelt und geprüft werden. Neben den 50 kontrollierten Schadstoffen gibt es eine große Anzahl weiterer Inhaltsstoffe, die niemand überwacht, darunter Dünge-, Korrosions- und Pflanzenschutzmittel, Trihalogenmethane, Asbest und Rückstände von Arzneimitteln, Hormone, Weichmacher sowie Viren oder Schwermetalle.

Bis zu 100.000 Verunreinigungen und Schadstoffe können in unserem Trinkwasser vorkommen. Renommierte Institute und Analysten wie Ökotest, Stiftung Warentest, Frontal 21, usw. weisen regelmäßig gefährliche Inhaltsstoffe und Krankheitserreger in deutschem Trinkwasser nach. Die EU hat Deutschland Strafzahlungen angedroht, weil viel zu hohe Konzentrationen von Düngemittelrückständen im Trinkwasser mancher Regionen enthalten sind. 

Nutzwasser/Brauchwasser

Nutzwasser ist Wasser, das nicht von öffentlichen Trinkwasserversorgungen geliefert wurde bzw. dessen Eignung als Trinkwasser für den menschlichen Gebrauch nicht gegeben oder nachgewiesen ist (Regenwasser, Grauwasser). Nutzwasser umfasst sämtliches Wasser, das für Zwecke eingesetzt wird wie zur Toilettenspülung, zum Gießen oder zum Wäschewaschen. Nutzwasser unterliegt nicht der TrinkwV, sollte aber gewissen hygienischen Standards genügen. Zur Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs ist es teilweise sinnvoll, bei der Neu-Errichtung oder Modernisierung von Häusern eine getrennte Nutzwasserversorgung aufzubauen. 

Vom Wasserwerk zum Wasserhahn

Auch wenn der Wasserversorger das Leitungswasser in einwandfreiem “genusstauglichen" Zustand ins Leitungsnetz einspeist, ist diese auf dem langen Weg vom Wasserwerk durch kilometerlange Rohrleitungen bis zum heimischen Wasserhahn zahlreichen Möglichkeiten einer erneuten Verunreinigung ausgesetzt. So ist das öffentliche Leitungsnetz der Wasserversorgung in vielen Orten Deutschlands alt und sanierungsbedürftig. Und auch auf den letzten Metern innerhalb des eigenen Gebäudes kann überhaupt nicht ausgeschlossen werden, dass zusätzliche Verunreinigungen entstehen. Gelöste Schwermetalle aus sehr alten Kupfer- oder gar Bleiwasserleitungen oder Keime aus Totsträngen und dem in Leitungen enthaltenen Biofilm können die Trinkwasserqualität stark reduzieren. Steht das Wasser dazu noch lange in den Leitungen, ist auch dies nicht förderlich. Die Trinkwasserverordnung greift hier nicht und herkömmliche Hauseingangsfilter entnehmen nur größere Schmutzpartikel (wie z.B. Sand) aus dem Wasser. Daher empfehlen wir einen Filter für Trinkwasser direkt am Entnahmepunkt, also kurz bevor es konsumiert wird.

Wasseraufbereitungsanlage mit Klärwerk und Speichertanks

Transport und Gefahren im Verteilungsnetz

Rund 127 Liter Wasser verbraucht jeder Bundesbürger täglich (Stand: Ende 2018). Damit benutzen wir im europäischen Vergleich mit am wenigsten Wasser. In Deutschland gibt es mehr als 6.000 öffentliche Trinkwasserversorger, die Wasserversorgung ist zu mehr als 90 % in kommunaler Hand. Dabei hat Trinkwasser nach der Aufbereitung im Wasserwerk viele Kilometer hinter sich, bevor es aus dem Wasserhahn fließt. 50 Kilometer und mehr können zwischen Wasserwerk und Haushalt liegen.

Das Verteilungsnetz hierzulande ist geschätzt über 500.000 Kilometer lang. Alle deutschen Wasserleitungen am Äquator aneinander gelegt, würden also mehr als elf Mal um die Erde führen. Zirka 5.000 Mio. Kubikmeter Trinkwasser fließen hierzulande pro Jahr durch Wasserleitungen – in Litern ist das eine „5“ mit 12 Nullen. Mehr als 99 % der Bevölkerung in Deutschland sind an ein öffentliches Trinkwassernetz angeschlossen.

„Das im Wasserwerk aufbereitete Trinkwasser gelangt über ein teilweise sehr aufwändiges Wasserverteilungssystem zum Wasserhahn des Verbrauchers. Auf diesem Transportweg kommt das Wasser mit einer Vielzahl unterschiedlicher Werkstoffen und Bauteilen in Kontakt. Diese können Stoffe ins Trinkwasser abgeben, die den Geruch oder Geschmack des Trinkwassers verändern, eine gesundheitliche Relevanz haben oder zu einer Vermehrung von Mikroorgansimen und damit eventuell auch von Krankheitserregern führen.“

Trinkwasser erfährt durch die Verteilung an die Verbraucher auf festen Leitungswegen eine mehr oder weniger starke Veränderung seiner Zusammensetzung. Diese Veränderung der Wasserzusammensetzung nach der Aufbereitung beruht auf Wechselwirkungen mit wasserberührten Oberflächen, wie z. B. Rohrmaterialien, sowohl in den öffentlichen Verteilungsnetzen (Probleme: Eisen, Asbestzement, Biofilme). Die Anforderungen an die Aufbereitungstechnik sind in den letzten Jahren gestiegen, weil die Verteilernetze gewachsen sind und damit längere Aufenthaltszeiten des aufbereiteten Trinkwassers vom Wasserwerk zum Verbraucher einhergingen. Neben Krankheitserregern spielen auch toxische chemische Stoffe im Trinkwasser eine Rolle.

Nahmen Mikrobiologen noch vor wenigen Jahren an, dass sich die Menge an Keimen aus öffentlichen Leitungsnetzen in überschaubaren Rahmen bewegt, ist inzwischen bekannt, dass Trinkwasser am Ort der Übergabe vom öffentlichen Stadtwassernetz in ein Gebäude zwischen 40.000 und 200.000 Keime pro Milliliter enthält . Der größte Teil dieser Bakterien stammt aus natürlichen Quellen. Doch auch im Verteilernetz auf dem Weg zum Verbraucher gelangen mit jedem Milliliter Wasser aus dem Stadtnetz bis zu 200.000 Keime in die Leitungsnetze von Gebäuden. Neben der Art des Rohwassers spielt auch die Länge der Leitungen zwischen Wasserwerk und Verbraucher eine Rolle für den Grad der Verkeimung. Temperatur und Nährstoffangebot sind dabei für die Vermehrung von Mikroorganismen maßgeblich.

Alte Rohrleitungen im Haus

„Das vom Wasserversorgungsunternehmen gelieferte Trinkwasser ist in Deutschland fast durchweg von einwandfreier Qualität. Doch in der Trinkwasser-Installation in Gebäuden kann (...) die Wasserqualität bis zum Wasserhahn noch entscheidend verändert werden.“

Gerade in Altbauten können alte Wasserleitungen ein hohes Risiko für die Wasserqualität und damit für die Gesundheit darstellen. Diese Gefahr wird meist unterschätzt. Doch wenn man mit dem Trinkwasser regelmäßig Schwermetalle wie Kupfer oder Blei oder Bakterien und Keime aufnimmt, kann dies erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Häufig werden Beschwerden, Symptome und Erkrankungen erst spät oder gar nicht mit dem belasteten Leitungswasser in Verbindung gebracht. Besonders für Babys, Kinder und immungeschwächte Menschen lauern hier Gefahren.

Bis Anfang der 1970er Jahre war es üblich, bei der Trinkwasserinstallation in Häusern Rohre aus Blei zu verwenden. Seitdem ist jedoch bekannt, dass sich das giftige Blei löst und ins Wasser gelangt. Vermieter sind deshalb verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass der Bleigrenzwert laut Trinkwasserverordnung eingehalten wird. Solten noch alte Wasserleitungen aus Blei im Haus verbaut sein, haben Mieter das Recht auf Sanierung der betroffenen Leitungen. Eine Wasseranalyse für Privathaushalte kann aufzeigen, ob eine Sanierung notwendig ist.

Während Bleileitungen seit den 70er Jahren verboten sind, werden auch heute häufig noch solche aus Kupfer verbaut. Doch auch Kupfer gibt Spuren ans Trinkwasser ab, vor allem dann, wenn der pH-Wert unter 7 liegt. Kupfer kann vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern zu Leberschäden führen.

Ein weiteres Problem, das die Qualität des Trinkwassers negativ beeinflusst, sind verzweigte und durch Um- und Anbauten veränderte Leitungssysteme mit Totleitungen Ebenso gilt dies für selten genutzte Wasserleitungen, in denen das Wasser stagniert. Je länger Wasser in der Leitung steht, desto mehr Stoffe nimmt es aus Leitungen und Armaturen auf. Aus selten genutzten Wasserhähnen gelangt Nickel aus den Legierungen ins Wasser.

Ist die Wassertemperatur im System zudem höher als 20 Grad, begünstigt das die Bildung von Bakterien und Keimen, vor allem Legionellen. Diese vermehren sich in lauwarmem Wasser explosionsartig. Legionellen und andere Bakterien finden hier unter Umständen hervorragende Bedingungen zur Vermehrung vor. Die Gefahr droht nicht nur in der Warmwasserleitung, sondern gerade in Altbauten auch durch ein schlecht isoliertes Kaltwassernetz, dass von einer baulich nahebei befindlichen Warmwasserleitung erwärmt wird. Man merkt das, wenn das Wasser aus der Kaltwasserleitung zu Beginn relativ warm aus dem Hahn strömt.

Trinkwasserhygiene

Hygienisches, d.h. sauberes und von Krankheitserregern freies Trinkwasser ist ein Menschenrecht, allerdings weltweit noch bei weitem nicht selbstverständlich.

Umgangssprachlich wird Hygiene mit Sauberkeit gleichgesetzt, aber es geht vor allem um die Gesunderhaltung und Verhütung von Krankheiten und Infektionen. Wie wichtig Trinkwasserhygiene ist, wurde im Jahr 1892 klar, als in Hamburg eine der schwersten Cholera-Epidemien in Deutschland ausbrach, die zu mehr als 8.000 Toten führte. Schon damals waren durch die Forschungen von Robert Koch die Zusammenhänge zwischen schlechtem Trinkwasser, fehlender oder schlechter Abwasserentsorgung und Krankheitserregern bekannt. Sie führten in Folge zum Aufbau einer Trinkwasseraufbereitung nach strengen Regeln.

Bei uns in Deutschland, wo mehr als 90 Prozent der Verbraucher an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen sind, hängt Trinkwasserhygiene vor allem ab von einer sorgfältigen Aufbereitung sowie dem Zustand des Trinkwassernetzes und der häuslichen Installationen. Grundsätzlich ist Trinkwasser nie steril, sondern enthält unterschiedliche Konzentrationen an organischen Stoffen und Mikroorganismen. Wenn Wasser in Trinkwasserrohren über längere Zeit stagniert und/oder sich erwärmt, vermehren sich diese Mikroorganismen. Deshalb sollte Trinkwasser stets fließen. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Großteil der Trinkwasserinstallationen, insbesondere im öffentlichen Bereich, den hygienischen und Regelwerksforderungen nicht immer gerecht wird. Alte Leitungen, Verschmutzungen durch Schäden, ungewollte Erwärmung, etc. führen zu Mängeln in der Trinkwasserhygiene.

Um trotz dieser möglichen Beeinträchtigungen hygienisch einwandfreies Trinkwasser sicherstellen zu können, ist eine (erneute) Aufbereitung am Ort der Entnahme die einfachste Methode. Trinkwasserfilter von Alb Filter bieten hier eine kostengünstige und effiziente Lösung. 

Gesundes Leitungswasser?

Viele Verbraucher stellen sich die Frage, ob Leitungswasser zu trinken gesund ist oder ob sie nicht lieber auf Flaschen- bzw. Mineralwasser zurückgreifen sollten. Generell kann man sagen, dass Trinkwasser gesund ist, solange es keine schädlichen Verunreinigungen und Schadstoffe enthält, die schädliche Wirkungen auf den Menschen haben.

Leitungswasser ist laut Umweltbundesamt das am strengsten kontrollierte Lebensmittel und deshalb von exzellenter Qualität. Die deutsche Trinkwasserverordnung enthält für etwa 50 verschiedene Inhaltsstoffe Grenzwerte, die streng kontrolliert werden. Doch Umweltverbände kritisieren, dass viele weitere chemische und mikrobiologische Verunreinigungen im Leitungswasser überhaupt nicht berücksichtigt und somit auch nicht kontrolliert werden. Darunter fallen Arzneimittelrückstände, Düngemittel, Pestizide, Hormone, Weichmacher, Mikroplastik, etc., die von Wasserwerken gar nicht oder nur notdürftig entfernt werden. So verbleiben die Verunreinigungen in unserem Leitungswasser.

Viele Menschen bevorzugen deshalb in Flaschen abgefülltes Wasser, weil sie glauben, das dieses keine Verunreinigungen und Schadstoffe enthält. Da Mineralwasser aus unterirdischen Wasservorkommen in aus größeren Tiefen gewonnen wird, scheint es vor Verunreinigungen besser geschützt. Doch auch hier werden regelmäßig Schadstoffe, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Keime nachgewiesen. Zudem können gerade Wässer aus Plastikflaschen Weichmacher und Mikroplastikpartikel enthalten.

Die ideale Methode ist eine Aufbereitung am Ort der Entnahme, wie sie die Filterlösungen von Alb Filter bieten. 

Kostenaspekt

Sauberes Trinkwasser in unbegrenzter Menge aus der Leitung gilt in Deutschland als selbstverständlicher Standard. Und im Vergleich zu Trinkwasser aus Flaschen bekommt man es zu einem unschlagbaren Preis, auch wenn der abhängig von der Region und dem Versorger durchaus variieren kann. Durchschnittlich kostete ein Kubikmeter Wasser, also 1.000 Liter, 2019 inkl. der Abwassergebühren etwa 2,36 EUR, dazu kommen Grundgebühren des Versorgers, so dass pro Liter etwa 0,4 Cent anfallen.

Das ist ökonomisch natürlich unschlagbar. Flaschenwasser kostet ein Vielfaches. Preiswertes Mineralwasser bekommt man ab 13 Cent pro Liter (z.B. Aldi) , also 32 mal mehr. Bekannte Wasser-Marken (z.B. Apollinaris bei REWE) bieten ihr Flaschenwasser für etwa 60 Cent pro Liter an, was 150 Mal teurer ist als Leitungswasser. Selbst wenn man Leitungswasser zur Vermeidung von Schadstoffen und Keimen vor dem Genuss an der Entnahmestelle filtert, beispielsweise mit den Lösungen von Alb Filter, reichen die Kosten dafür lange noch nicht an den Preis von gekauften Flaschenwasser in der selben Menge heran. Zudem verursacht Leitungswasser im Gegensatz zu Flaschenwasser keinerlei Verpackungsmüll und man braucht sich nicht um den Transport zu kümmern. Beim Mineralwasser sind zusätzliche Kosten für Verpackung und Transport einkalkuliert. 

Leitungswasser versus Mineralwasser

Fakt ist: Flaschenwasser zu kaufen ist weder umweltschonend noch sparsam. Unabhängig von Aspekten wie Geschmack und Hygiene hat Flaschenwasser einen miserablen ökologischen Fußabdruck. Die wenigsten Wässer werden heute noch in Mehrwegflaschen abgefüllt, der Anteil von Mehrwegfalschen aus Glas oder PET Kunststoff ist von über 90 Prozent in den 90er Jahren auf heute knapp 40 Prozent gesunken. Dagegen werden in Deutschland jedes Jahr 21 Milliarden Einwegflaschen aus Plastik gekauft, die meisten gefüllt mit Mineralwasser. Aldi und Lidl verkaufen inzwischen jede zweite Wasserflasche in Deutschland und das ausschließlich in Einwegflaschen, auch Coca-Cola stellt in Deutschland zunehmend von Mehrweg- auf Einwegflaschen um.

Die Herstellung der Plastikflaschen benötigt fossile Rohstoffe, auch für die Befüllung und für den Transport der Flaschen in den Supermarkt werden sie gebraucht. Die anschließende Entsorgung der Plastikflaschen sorgt für eine zusätzlich negative Umweltbilanz, sind heute Einweg-Flaschen doch weit verbreitet und stellen daher eine besondere Belastung für die Umwelt dar. Und das hat auch Folgen für unser Klima. Laut der Deutschen Umwelthilfe könnten allein durch wiederbefüllbare Flaschen 1,25 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Das neue Verpackungsgesetz hat zwar das Ziel, ab 2021 die Mehrwegquote insgesamt wieder auf 70 Prozent zu erhöhen.

Doch würde jeder Verbraucher statt Mineralwasser in Plastikflaschen Leitungswasser trinken, wäre die Menge eingesparten CO2s ungleich höher. Leitungswasser hat im Vergleich einen sehr geringen CO2-Fußabdruck. Zwar kostet auch die Trinkwasseraufbereitung Energie, jedoch relativ wenig. Einer Studie des Instituts ESU Services zufolge hat stilles Mineralwasser in der (Einweg-)Flasche eine 90 bis 1.000-fach höhere Umweltbelastung im Vergleich zu Leitungswasser. Die genaue Höhe hängt dabei von der Distanz ab, die das Wasser bis zum Endverbraucher zurücklegen muss.

Quellenangaben

1.  Zahlen laut DVGW
2. „Wasserwirtschaft in Deutschland. Grundlagen, Belastungen, Maßnahmen“, Umweltbundesamt , Okt. 2017 
3. "Durchflusszytometrie beim Wasserversorger" O. Köster et al, Wasserversorgung Zürich, Aqua & Gas No. 5, 2012
4. „Wasserwirtschaft in Deutschland. Grundlagen, Belastungen, Maßnahmen“, Umweltbundesamt , Okt. 2017