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RATGEBER WASSERQUALITÄT STÄDTE UND REGIONEN

Leitungswasserqualität in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, die lebendige Metropole im Rhein-Main-Gebiet, ist bekannt für ihre Skyline, den Flughafen und eine Bevölkerung von etwa 750.000 Menschen, die täglich auf sauberes Trinkwasser angewiesen sind.

In einer so dynamischen und dicht besiedelten Stadt ist die Qualität des Leitungswassers entscheidend – ob für den morgendlichen Kaffee, beim Kochen oder einfach als Durstlöscher.

Sauberes Wasser ist eine Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden, doch gerade in urbanen Gebieten wie Frankfurt tauchen Fragen auf: Ist das Wasser wirklich so rein, wie es sein sollte? Gibt es Schwachstellen, die man kennen muss?

Dieser Ratgeber wirft einen genaueren Blick auf die Herkunft, Zusammensetzung und Sicherheit des Frankfurter Leitungswassers – inklusive einer kritischen Betrachtung von Themen wie Kalk, alten Leitungen oder möglichen Spurenstoffen. Ziel ist es, dir fundierte Infos zu liefern, Unsicherheiten zu beseitigen und praktische Tipps zu geben, damit du dein Wasser unbesorgt nutzen kannst.

Egal, ob du in Sachsenhausen, Bockenheim oder der Innenstadt lebst: Die Wasserqualität betrifft uns alle. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie gut Frankfurts Leitungswasser wirklich ist!

Bedeutung der Wasserqualität für die Gesundheit

Die Qualität des Wassers, das wir täglich konsumieren, ist von entscheidender Bedeutung für unsere Gesundheit. Verunreinigtes Wasser kann eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen verursachen, von Magen-Darm-Erkrankungen bis hin zu langfristigen chronischen Krankheiten.

Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Stoffe im Wasser enthalten sind und wie sicher das Leitungswasser tatsächlich ist. In diesem Zusammenhang spielt die regelmäßige Kontrolle und Aufbereitung des Wassers eine zentrale Rolle, um sicherzustellen, dass es den strengen gesetzlichen Anforderungen entspricht und frei von gesundheitsschädlichen Stoffen ist.1

Herkunft und Gewinnung des Frankfurter Trinkwassers

Das Leitungswasser in Frankfurt am Main stammt aus einer Vielzahl natürlicher Quellen, die die Stadt und ihre Umgebung prägen. Der Großteil – etwa 70 Prozent – wird als Grundwasser aus den Regionen Hessisches Ried, Vogelsberg und Spessart gefördert. Diese Gebiete, geprägt von geologischen Schichten wie Sandstein und Basalt, speichern große Mengen Wasser, das durch natürliche Prozesse gefiltert wird. Ein kleinerer Anteil kommt aus dem Frankfurter Stadtwald, wo Brunnen ebenfalls Grundwasser liefern. Anders als in Städten, die Flüsse wie den Rhein direkt nutzen, setzt Frankfurt auf diese unterirdischen Reservoirs, um eine stabile Versorgung sicherzustellen.2


Die Gewinnung und Verteilung liegt in den Händen der Versorgungsunternehmen Mainova AG und Hessenwasser, die zusammen ein Netz von Wasserwerken betreiben. Zu den wichtigsten zählen die Anlagen im Hessischen Ried sowie die Brunnen im Stadtwald. Nach der Förderung wird das Wasser technisch aufbereitet – etwa durch Belüftung oder Entfernung von Eisen und Mangan –, bleibt aber weitgehend natürlich, da die Grundwasserqualität bereits hoch ist. Jährlich werden so rund 120 Millionen Kubikmeter Wasser bereitgestellt, um Haushalte, Büros und die Industrie in Frankfurt zu versorgen. Diese regionale Vielfalt macht das Frankfurter Wasser besonders – doch sie bringt auch Unterschiede, etwa in der Härte, je nach Stadtteil mit sich.3

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Wasseraufbereitung

Die Aufbereitung des Frankfurter Leitungswassers erfolgt in mehreren Schritten:

1. Belüftung

Das geförderte Grundwasser wird belüftet, um gelöste Stoffe wie Eisen und Mangan zu oxidieren. Diese lagern sich als unlösliche Partikel ab und können leichter entfernt werden. Dieser Schritt ist besonders wichtig im Hessischen Ried, wo das Wasser oft eisenhaltig ist.

2. Filtration

Anschließend wird das Wasser durch Sand- oder Kiesfilter geleitet, um die oxidierten Partikel (Eisen, Mangan) sowie feine Schwebstoffe zu entfernen. Mainova und Hessenwasser setzen hier auf mehrstufige Filtersysteme, um die Klarheit zu sichern.

3. Entsäuerung

In manchen Fällen wird das Wasser entsäuert, indem Kalk (Kalziumkarbonat) hinzugefügt wird, um den pH-Wert zu stabilisieren. Das schützt Leitungen vor Korrosion und verbessert die Verträglichkeit, ist aber nicht überall nötig.

4. Desinfektion

Eine chemische Desinfektion (z. B. mit Chlor oder Ozon) wird in Frankfurt nur minimal eingesetzt, da die Grundwasserqualität sehr hoch ist. Laut Hessenwasser kommt sie nur in Ausnahmefällen zum Einsatz, etwa bei bakteriellen Auffälligkeiten im Uferfiltrat.

Qualitätssicherung

Vor der Einspeisung ins Netz wird das Wasser auf chemische und mikrobiologische Parameter geprüft, um die Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu erfüllen. Danach wird es über ein 5.000 Kilometer langes Leitungsnetz verteilt, das Mainova betreibt.

Inhaltsstoffe des Leitungswassers in Frankfurt

Das Frankfurter Leitungswasser enthält eine natürliche Mischung aus Mineralien, die typisch für Grundwasser ist. Dazu gehören Kalzium und Magnesium, die für die Wasserhärte verantwortlich sind, sowie moderate Mengen an Natrium, Sulfat und Chlorid. Schadstoffe wie Nitrat liegen in der Regel deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten. Schwermetalle wie Blei sind im öffentlichen Versorgungsnetz kaum nachweisbar, können jedoch in alten Hausleitungen auftreten.

InhaltsstoffAngabe in mg/l (2023)Grenzwert in mg/l laut TWVBemerkung
 Hydrogencarbonat 100-200-Puffert Säuren, beeinflusst Härte
Calcium50-120-Verleiht Härte, wichtig für Knochen
Magnesium5-20-Unterstützt Muskel- und Nervenfunktion
Kalium1-5-Natürlicher Mineralstoff, essentiell
Eisen< 0,20,2Durch Aufbereitung stark reduziert
Natrium10-30200Natürlicher Bestandteil, geschmacksneutral
Sulfat20-80250Natürlich gelöst, beeinflusst Geschmack
Chlorid20-50250Kann in Spuren aus Desinfektion stammen

Ist das Leitungswasser in Frankfurt trinkbar?

Das Leitungswasser in Frankfurt am Main ist ein Thema, das viele interessiert – ist es wirklich unbedenklich? Hier ein Blick auf die entscheidenden Aspekte.

Gesetzliche Vorschriften und Grenzwerte

Das Frankfurter Trinkwasser unterliegt der deutschen Trinkwasserverordnung, die strenge Standards vorgibt und auf EU-Richtlinien basiert. Mainova AG und Hessenwasser überwachen es regelmäßig an zahlreichen Messstellen auf Schadstoffe wie Nitrat, Schwermetalle oder Keime. Alle gesetzlichen Grenzwerte – etwa 50 mg/l für Nitrat oder 10 µg/l für Blei – werden laut den Versorgern zuverlässig eingehalten. Dennoch werden Spurenstoffe wie Medikamentenrückstände oder Mikroplastik, die unter diesen Grenzen liegen, nicht flächendeckend untersucht.4

Geschmack und Wasserhärte

Der Geschmack des Wassers variiert in Frankfurt stark – von weich bis hart, je nach Stadtteil. Mit einer Wasserhärte zwischen 4 und 20 °dH wird es oft als mineralisch oder „kalkig“ wahrgenommen, besonders in Gegenden wie dem Hessischen Ried. Das kann den Trinkgenuss oder die Kaffeequalität beeinträchtigen. In seltenen Fällen, etwa bei Rohrschäden, wird Chlor zugesetzt, was den Geschmack temporär verändert – ein Punkt, der nicht jedem zusagt.

Mögliche Verunreinigungen und gesundheitliche Auswirkungen

Im öffentlichen Netz ist das Wasser sauber, doch alte Hausleitungen in Frankfurter Altbauten können Schwachstellen sein. Blei oder Kupfer können hier ins Wasser gelangen, besonders wenn Leitungen nicht saniert wurden – ein Risiko, das Mainova auf etwa 2-3 % der Haushalte schätzt. Spurenstoffe wie Pestizide, hormonelle Substanzen oder PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind ebenfalls ein Thema.

Laut Hessenwasser und einer BUND-Studie von 2024 wurden PFAS, etwa Trifluoressigsäure, im Frankfurter Leitungswasser in Spuren nachgewiesen – zwar unter den ab 2026 geltenden Grenzwerten (0,1 µg/l für 20 PFAS), aber diese „Ewigkeitschemikalien“ sind langlebig und könnten sich langfristig im Körper anreichern.5 

Für empfindliche Gruppen wie Kleinkinder oder Schwangere könnten solche Stoffe Bedenken auslösen, auch wenn sie aktuell als unbedenklich gelten. Die hohe Härte ist gesundheitlich harmlos, kann aber Haut und Geräte belasten.

Aktuelle Fälle von Verunreinigungen des Trinkwassers in Frankfurt und Umgebung

Diese Fälle sind Ausnahmen, aber sie zeigen, dass die Qualität vom Hausanschluss ab vom Zustand deiner Leitungen abhängt. Bei Unsicherheit kannst du einen Wasserfilter nutzen.

Maßnamen zur Verbesserung der Leitungswassers in Frankfurt 

Verwendung eines Wasserfilters

Die Qualität des Leitungswassers in Frankfurt ist bereits hoch, doch es gibt Möglichkeiten, sie noch weiter zu steigern – etwa durch den Einsatz von Wasserfiltern. Diese bieten zahlreiche Vorteile: Sie können den Geschmack verfeinern, indem sie den oft als „kalkig“ empfundenen Charakter mildern, der durch die Wasserhärte entsteht.

Darüber hinaus tragen Filter zur Gesundheit bei, indem sie potenziell schädliche Stoffe wie Blei aus alten Hausleitungen, Chlor (bei temporärem Einsatz), Pestizide oder Mikroplastik herausfiltern. Besonders für Haushalte mit Kleinkindern, älteren Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem kann das ein großer Pluspunkt sein.

Tipps zur Verbesserung des Geschmacks

Neben dem Einsatz von Filtern gibt es einfache Tricks, um den Geschmack des Leitungswassers in Frankfurt zu optimieren:

Wasser kühlen:
Kaltes Wasser wirkt frischer und kann den mineralischen oder kalkigen Beigeschmack, der durch hartes Wasser entsteht, überdecken.

Zitronenscheiben hinzufügen:
Ein paar Scheiben Zitrone verleihen dem Wasser eine angenehme Note und heben den Genuss spürbar.

Wasser durchlüften:
Lässt man das Wasser einige Minuten stehen, können flüchtige Stoffe wie Chlor – das bei Rohrschäden selten zugesetzt wird – entweichen, was den Geschmack verbessert.

Mit diesen Maßnahmen lässt sich die Qualität des Frankfurter Trinkwassers nicht nur geschmacklich aufwerten, sondern auch noch angenehmer gestalten. Weitere Details zur Wasserqualität gibt’s auf den Websites von Mainova AG und Hessenwasser sowie im Trinkwasserbericht des Bundesministeriums für Gesundheit.

Fazit: Wie gut ist das Frankfurter Trinkwasser wirklich?

Das Leitungswasser in Frankfurt am Main gehört zweifellos zu den besten in Deutschland – eine Kombination aus hochwertigem Grundwasser aus Regionen wie dem Hessischen Ried und Vogelsberg sowie einer sorgfältigen Aufbereitung durch Mainova und Hessenwasser sorgt dafür, dass es die strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung erfüllt. Es ist sicher, mineralreich und für den täglichen Gebrauch bestens geeignet.

Doch perfekt ist es nicht: Die Wasserhärte schwankt je nach Standort stark zwischen 4 und 20 °dH und kann den Geschmack kalkig oder mineralisch wirken lassen, während alte Hausleitungen in manchen Altbauten Blei oder Kupfer freisetzen könnten. Hinzu kommen Spurenstoffe wie PFAS, Pestizide oder Mikroplastik, die zwar unter den Grenzwerten liegen, aber bei sensiblen Menschen oder langfristig Fragen aufwerfen.

Wer das Maximum aus seinem Trinkwasser herausholen will – sei es für besseren Geschmack, weniger Kalk in Geräten oder zusätzliche Sicherheit – sollte über einen Wasserfilter nachdenken. Ein hochwertiges Filtersystem kann diese Schwachstellen gezielt angehen und das ohnehin gute Frankfurter Wasser noch weiter verbessern. So wird aus „gut“ ganz einfach „hervorragend“.

FAQs - Trinkwasserqualität in Frankfurt

Ja, es entspricht der Trinkwasserverordnung, aber alte Leitungen oder Spurenstoffe könnten in Einzelfällen Bedenken aufwerfen.

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