Titelbild des Ratgebers zu Nickel im Trinkwasser: Grenzwert von 0,02 Milligramm pro Liter, Herkunft, Symptome und Filterlösungen.
RatgeberInhaltsstoffe im Wasser

Nickel im Trinkwasser: Grenzwert, Ursachen und Symptome

Der Grenzwert für Nickel im Trinkwasser liegt bei 0,02 mg pro Liter. Woher das Schwermetall stammt, welche Symptome auftreten und was ein Filter leistet.

Nickel ist ein Schwermetall und gelangt vor allem über verchromte Armaturen und Wasserleitungen ins Trinkwasser. Die Trinkwasserverordnung begrenzt Nickel im Trinkwasser auf 0,02 Milligramm pro Liter. Wasserwerke halten den Grenzwert zuverlässig ein. Die letzten Meter bis zum Wasserhahn bleiben dagegen ungeprüft. Der Ratgeber erklärt, woher Nickel im Wasser stammt, ab welcher Dosis Nickel giftig wird, welche Symptome auftreten und welche 3 Maßnahmen den Nickelgehalt senken.

Verchromte Mischbatterie

Was ist Nickel?

Nickel ist ein silberweißes Metall mit der Ordnungszahl 28. Es zählt zu den Schwermetallen. In Reinform ist Nickel wasserunlöslich. Die Industrie verarbeitet das Metall meist als Nickellegierung. Aus diesen Legierungen lösen sich Partikel ins Trinkwasser.

Bekannt ist Nickel vor allem als Auslöser einer Kontaktdermatitis (Kontaktekzem der Haut). Das Schwermetall verursacht eine der häufigsten Kontaktallergien weltweit. Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) wertete zwischen 2005 und 2014 mehr als 100.000 Patientendaten aus. 15,5 % der Erwachsenen in Deutschland zeigten eine Nickel-Sensibilisierung. Rund jeder 7. Deutsche reagiert damit auf das Metall. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Wegen der Häufigkeit begrenzt die EU den Einsatz von Nickel seit 1994 durch die EU-Nickelrichtlinie (Richtlinie 94/27/EG). Heute regelt die REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 den Nickelgehalt in Gütern mit direktem Hautkontakt. REACH steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Die Verordnung erfasst diese Erzeugnisse: Schmuck, Uhren, Knöpfe, Nieten und Verschlüsse. Für Trinkwasser gilt dagegen allein die Trinkwasserverordnung.

Nickellegierungen widerstehen Korrosion und halten hohe Temperaturen aus. Deshalb stecken sie in Industrieanlagen, in Edelstahl und in Alltagsgeräten. Nickel ist damit eines von mehreren Schwermetallen im Leitungswasser. Dazu gehören auch Blei, Kupfer und Cadmium.

Wie kommt Nickel ins Trinkwasser? Ursachen und Transportwege

Nickel gelangt auf zwei Wegen ins Trinkwasser. Ein Teil stammt aus dem Grundwasser. Quellen sind dort nickelhaltige Düngemittel oder Abwässer der Industrie. Den größeren Anteil geben Armaturen, Wasserhähne und Leitungen im Haus ab. Die Last Mile ist der Weg des Wassers vom Hausanschluss bis zum Wasserhahn. Die häufigste Ursache für Nickel im Trinkwasser liegt damit im eigenen Haus.

TransportwegBeispielWo es passiert
Landwirtschaftnickelhaltige Düngemittel auf landwirtschaftlichen FlächenGrundwasser
Industrieunbehandelte Abwässer von IndustrieunternehmenGrundwasser
Luftnickelhaltige Abgase von Müllverbrennungsanlagen, die mit dem Niederschlag versickernGrundwasser
Hausinstallationverchromte Armaturen, Wasserhähne, WasserleitungenLast Mile
HaushaltKochtöpfe und Küchenutensilien aus EdelstahlAbwasser

Wasserwerke fangen die Belastung aus dem Grundwasser ab. Sie bereiten das Wasser auf und messen regelmäßig, bevor es an den Endverbraucher geht. Werte über dem Grenzwert kommen vor, etwa bei Störungen im Wasserwerk. Sie bleiben aber die Ausnahme.

Die Last Mile als Hauptquelle für Nickel im Wasser

Auf den letzten Metern zum Wasserhahn entsteht in der Regel die größte Nickelbelastung. Dort endet die Kontrolle des Wasserversorgers.

Armaturen aus Messing tragen unter der Chromschicht meist eine Vernickelung als Haftgrund. Der nickelhaltige Überzug schützt vor Korrosion. Fließt Wasser darüber, löst sich Nickel. Steht das Wasser über Stunden in der Leitung, steigt der Wert weiter. Stagnationswasser ist die am stärksten belastete Portion des Tages. Das Umweltbundesamt hat die Nickelabgabe von verchromten Trinkwasserarmaturen deshalb in einer eigenen Information behandelt.

Welcher Grenzwert gilt für Nickel im Trinkwasser?

Der Grenzwert für Nickel im Trinkwasser beträgt 0,02 Milligramm pro Liter. Er gilt in Deutschland und in allen anderen EU-Ländern. Jeder Wert über 0,02 mg/l bedeutet zu viel Nickel im Trinkwasser. Die Novellierung der Trinkwasserverordnung von 2023 lässt diesen Wert unverändert.

Die Trinkwasserverordnung regelt die Schwermetalle einzeln. Der Vergleich mit 3 weiteren Schwermetallen zeigt, wie streng Nickel eingestuft ist:

SchwermetallGrenzwert der Trinkwasserverordnung
Nickel0,020 mg/l
Blei0,010 mg/l
Cadmium0,003 mg/l
Kupfer2,0 mg/l

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt in ihren Leitlinien für Trinkwasserqualität einen Richtwert von 0,07 mg Nickel pro Liter. Der europäische Grenzwert liegt mit 0,02 mg pro Liter rund 3-mal niedriger als die WHO-Empfehlung.

Wasserwerke überwachen den Nickelspiegel im Rahmen der gesetzlichen Pflicht zur Probe. Überschreitet eine Probe den Grenzwert, ergreift der Wasserversorger sofort Maßnahmen. Er senkt dann den Schadstoffgehalt. Die Novellierung der Trinkwasserverordnung von 2023 verschärft die Vorgaben für Proben. Sie senkt außerdem einzelne Grenzwerte, etwa für Blei und Legionellen.

Ist Nickel giftig?

Nickel ist giftig, aber erst in hoher Dosis. Der Körper nimmt Nickel über den Darm schlecht auf. Kleine Mengen scheidet er unverarbeitet wieder aus. Bei Wasser am Grenzwert von 0,02 mg pro Liter bleibt eine Vergiftung aus. Auch hier gilt: die Dosis macht das Gift.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine duldbare Tagesdosis für Nickel abgeleitet, den Tolerable Daily Intake (TDI). Er liegt bei 13 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Für einen Erwachsenen mit 70 Kilogramm entspricht das rund 0,91 mg Nickel pro Tag.

Eine Rechnung mit dem gesetzlichen Höchstwert ordnet das ein. Wer 2 Liter Wasser mit exakt 0,02 mg Nickel pro Liter trinkt, nimmt 0,04 mg Nickel auf. Das sind etwa 4 % der duldbaren Tagesdosis eines 70 Kilogramm schweren Erwachsenen. Trinkwasser bleibt damit eine kleine Nickelquelle. Kritisch wird die Summe aus allen Quellen, vor allem aus nickelhaltigen Lebensmitteln.

Ist Nickel krebserregend?

Nickel ist ein Karzinogen, also krebserregend. Die Einstufung umfasst das Schwermetall und seine Verbindungen. Das Risiko betrifft vor allem den Weg über die Atemwege. Wird Nickel als Feinstaub eingeatmet, ist das Schwermetall besonders gefährlich.

Betroffen sind in erster Linie Menschen, die beruflich mit Nickelstaub umgehen. Für die orale Aufnahme über Lebensmittel oder Trinkwasser gilt eine krebserregende Wirkung dagegen bisher nicht als bestätigt. Ein Glas Leitungswasser und eine Schicht in der Metallverarbeitung sind zwei Aufnahmewege mit zwei Risiken. Das Umweltbundesamt führt Nickel im Feinstaub als eigenen Messwert der Luftqualität.

Zu viel Nickel im Trinkwasser: Symptome

Zu viel Nickel im Trinkwasser äußert sich vor allem über den Magen-Darm-Trakt. Typische Symptome sind Übelkeit und Erbrechen. Sie treten auf, wenn die Nickelmenge die duldbare Tagesdosis von 13 Mikrogramm pro Kilogramm deutlich überschreitet. Allein durch Leitungswasser bleibt das unwahrscheinlich.

Die Langzeitfolgen einer dauerhaft zu hohen Nickelaufnahme sind offen. Kinder tragen dabei das höhere Risiko. Die EFSA wertete für ihre Risikobewertung mehr als 47.000 Messwerte aus. Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern überschreiten die am stärksten belasteten 5 % die duldbare Tagesdosis über die gesamte Nahrung. Bei Jugendlichen und Erwachsenen bleibt die Aufnahme darunter. Der Bericht nennt außerdem Hinweise aus Nagetierstudien: Organschäden und neurologische Defizite nach langfristig erhöhter Nickeldosis. Für dieselbe Wirkung beim Menschen fehlen bislang ausreichende Belege.

Eine Gruppe verdient besondere Aufmerksamkeit: Nickelallergiker reagieren bereits auf Mengen, die für andere Menschen unproblematisch sind.

Nickelvergiftung: Symptome und Auslöser

Eine Nickelvergiftung braucht eine massive Überdosis. Dokumentierte Fälle betreffen versehentlich stark kontaminiertes Wasser. Ein weiterer Auslöser ist der berufliche Umgang mit Nickelstaub. Die Konzentrationen liegen dabei um ein Vielfaches über dem Grenzwert von 0,02 mg pro Liter.

Eine akute Nickelvergiftung über den Darm zeigt diese Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und Kopfschmerzen. Nach dem Einatmen von Nickelstaub stehen dagegen Reizungen der Atemwege im Vordergrund. Typisch sind Husten und Atemnot. Wer solche Beschwerden auf sein Leitungswasser zurückführt, lässt das Wasser besser analysieren. Bei Wasser am Grenzwert von 0,02 mg pro Liter liegt die Ursache meist woanders.

Nickel im Trinkwasser bei Nickelallergie

Trinkwasser ist eine von mehreren Nickelquellen im Alltag, neben Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen. Nickelallergiker reagieren deshalb auch auf Nickel, das sie trinken oder essen. Die orale Aufnahme beeinflusst in einigen Fällen Häufigkeit und Schwere der Nickel-Kontaktdermatitis.

Eine Nickelallergie beginnt immer mit einer Sensibilisierung. Der erste Kontakt mit dem Allergen erzeugt nur deren Vorstufe. Erst der erneute Kontakt löst die Allergie aus. Ein Hautarzt sichert die Diagnose im Epikutantest (Pflastertest auf der Haut).

Bei einer oralen Nickelallergie treten laut dem Review zum Systemischen Nickel-Allergie-Syndrom (SNAS) unter anderem diese Symptome auf:

  • Hautreaktionen wie Pusteln oder Ekzeme
  • gastrointestinale Reaktionen wie Übelkeit und Bauchschmerzen
  • Fieber

Für bereits sensibilisierte Menschen nennt die EFSA einen Referenzwert von 4,3 Mikrogramm Nickel pro Kilogramm Körpergewicht. Das ist die niedrigste Einzeldosis, bei der in Studien ekzematöse Hautreaktionen auftraten. Fachleute nennen das systemische Kontaktdermatitis. Eine Unbedenklichkeitsschwelle ist dieser Wert nicht: Empfindliche Personen reagieren bereits darunter. Die EFSA rechnet deshalb mit einem Sicherheitsabstand zu diesem Referenzwert.

Für Trinkwasser fällt die Bewertung günstig aus. Ein Glas Leitungswasser auf nüchternen Magen stuft die EFSA als gesundheitlich unbedenklich ein. Anders sieht es bei der gesamten Ernährung aus: Die kurzfristige Nickelaufnahme über alle Lebensmittel zusammen bewertet die EFSA für Nickelallergiker als bedenklich. Das Leitungswasser ist damit nicht die Hauptquelle. Es ist aber der Anteil, der sich am einfachsten senken lässt.

Laut Umweltbundesamt tritt eine allergische Reaktion auf oral aufgenommenes Nickel erst ab einer relativ hohen Dosis auf. Genau deshalb ist der Grenzwert für Trinkwasser so niedrig angesetzt:

> Der Richtwert von 0,02 mg Nickel pro Liter Trinkwasser soll gewährleisten, dass nur 10 % der täglich mit der Nahrung zugeführten Nickelmenge über Trinkwasser aufgenommen wird.

Nickelhaltige Lebensmittel treiben die tägliche Aufnahme zusätzlich nach oben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die langfristige Nickelaufnahme über Lebensmittel geschätzt. Grundlage war seine Studie zu typischen Mahlzeiten. Eine nickelarme Diät bleibt trotzdem eine Sache für den ärztlichen Rat, denn sie erzwingt eine große Umstellung beim Essen. Das Wasser zu filtern ist der einfachere Hebel.

Zu viel Nickel im Trinkwasser: Was tun?

3 Maßnahmen senken den Nickelgehalt im Leitungswasser: Stagnationswasser ablaufen lassen, Armaturen tauschen, einen Wasserfilter installieren. Vorher schafft eine Trinkwasseranalyse Klarheit über den tatsächlichen Wert.

Ein zertifiziertes Labor untersucht eine Wasserprobe auf Nickel. Im selben Durchgang prüft es weitere Verunreinigungen, etwa andere Schwermetalle sowie Bakterien im Leitungswasser. Mit dem Befund lassen sich die nächsten Schritte planen, statt auf Verdacht zu handeln.

Bestätigt der Befund einen erhöhten Wert, helfen diese Maßnahmen:

  • Stagnationswasser ablaufen lassen. Das Wasser vor der Verwendung kurz laufen lassen. Die erste Portion aus der Leitung ist die am stärksten mit Nickel belastete.
  • Armaturen und Leitungen prüfen. Prüfen, ob die Armaturen verchromt sind, und sie nach Möglichkeit durch nickelfreie Varianten ersetzen.
  • Wasserfilter installieren. Ein Filter greift direkt am Wasserhahn, also hinter der Last Mile.

Ein Wasserfilter ist die praktische Lösung, wenn die Ursache in Leitungen und Armaturen liegt. Deren Austausch bedeutet meist ein aufwendiges Bauvorhaben.

Ein verbreiteter Irrtum betrifft das Abkochen: Abkochen entfernt kein Nickel aus dem Trinkwasser. Hitze tötet Bakterien ab. Schwermetalle wie Nickel bleiben im Wasser zurück. Beim Verdampfen konzentrieren sie sich sogar leicht auf.

Wasserfilter gegen Nickel im Trinkwasser

Ein Aktivkohle-Blockfilter bindet Schwermetalle wie Nickel direkt am Wasserhahn. Der Filter greift genau dort, wo das Nickel ins Wasser gelangt: hinter der Hausinstallation. Für Nickelallergiker ist das die einfachste Stellschraube. Armaturen und Leitungen lassen sich nur mit Bauarbeiten tauschen.

Die Filterwirkung beruht auf Adsorption. Schadstoffe haften an der porösen Oberfläche der Kohle. Mineralien und Spurenelemente bleiben im Wasser. Wie dieses Material aufgebaut ist, erklärt der Ratgeber Was ist Aktivkohle. Die Unterschiede der Bauformen beschreibt der Beitrag zu Aktivkohlefiltern für Wasser.

Für den Haushalt eignet sich ein fester Blockfilter besser als loses Granulat. Die Filterkartusche ACTIVE+ von Alb Filter arbeitet mit gesinterter Aktivkohle. Sie bindet neben Schwermetallen auch Chlor und organische Rückstände. Einen Überblick über alle Varianten bieten die Wasserfilter-Kartuschen. Für den Anschluss an der Küchenarmatur gibt es die Seite zum Trinkwasserfilter.

Tischkannenfilter sind für diesen Zweck die schwächere Wahl. Sie verbessern vor allem Geschmack und Geruch. Stehendes Wasser im Behälter bringt außerdem ein Verkeimungsrisiko bei Kannenfiltern mit sich. Eine Umkehrosmoseanlage (Reverse Osmosis) entfernt Schwermetalle ebenfalls. Sie entzieht dem Wasser aber auch Mineralien und braucht deutlich mehr Technik unter der Spüle.

Active Plus Filterkartusche. Polymer Kartusche mit Aufnahmen aus Biopolymeren

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Häufige Fragen

Ist Nickel ein Schwermetall?

Ja. Nickel ist ein Schwermetall mit der Ordnungszahl 28. Es gehört zur selben Gruppe wie Blei, Kupfer und Cadmium. Die Trinkwasserverordnung begrenzt jedes dieser Schwermetalle einzeln.

Kommt Nickel im Leitungswasser vor?

Ja, Leitungswasser kann Nickel enthalten. Wasserwerke überwachen den Nickelspiegel und halten die gesetzliche Grenze von 0,02 mg pro Liter ein. Auf der Last Mile zwischen Hausanschluss und Wasserhahn kann sich das Wasser jedoch erneut mit Nickel anreichern.

Woher kommt Nickel im Trinkwasser?

Nickel im Leitungswasser stammt überwiegend von verchromten Armaturen, Wasserhähnen und Wasserleitungen. Diese Bauteile enthalten Nickel oder tragen eine Vernickelung als Haftgrund. Fließt Wasser hindurch oder stagniert es darin, gibt das Bauteil Nickel ab.

Ist Nickel giftig?

Nickel ist erst in hoher Dosis giftig. Die EFSA setzt die duldbare Tagesdosis bei 13 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht an. 2 Liter Wasser am Grenzwert von 0,02 mg pro Liter schöpfen davon rund 4 % aus.

Ist Nickel krebserregend?

Nickel ist als krebserregend eingestuft, vor allem beim Einatmen als Feinstaub. Für die orale Aufnahme über Trinkwasser oder Lebensmittel gilt eine krebserregende Wirkung bisher nicht als bestätigt.

Welches Wasser bei Nickelallergie?

Bei einer Nickelallergie lohnt es sich, die Nickelaufnahme zu senken. Ein Trinkwasserfilter mit Aktivkohle reduziert den Nickelgehalt des Leitungswassers. Die Ernährung bleibt dabei unverändert.

Hilft Abkochen gegen Nickel im Trinkwasser?

Nein. Abkochen tötet Bakterien ab, entfernt aber keine Schwermetalle. Der Nickelgehalt bleibt nach dem Kochen unverändert und steigt durch verdampfendes Wasser sogar leicht an.

Quellen

  1. Trinkwasserverordnung (TrinkwV) — mit den Grenzwerten für Nickel, Blei, Cadmium und Kupfer in Anlage 2
  2. Nickel bei Wikipedia — mit den chemischen Eigenschaften, Legierungen und Einsatzgebieten
  3. Nickelallergie bei Wikipedia — zu Sensibilisierung, Kontaktdermatitis und Diagnostik
  4. Update of the risk assessment of nickel in food and drinking water, EFSA — mit der Ableitung der duldbaren Tagesdosis
  5. Trinkwasser beim Umweltbundesamt — zu Grenzwerten, Hausinstallation und Nickelabgabe von Armaturen
  6. WHO Guidelines for Drinking-water Quality — mit dem internationalen Richtwert von 0,07 mg Nickel pro Liter
  7. REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 — zur Beschränkung von Nickel in Erzeugnissen mit Hautkontakt
  8. Richtlinie 94/27/EG bei Wikipedia — zur ersten EU-weiten Begrenzung von Nickel in Gebrauchsgegenständen

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