Wie misst man die Wasserqualität?

Der Weg zum gesunden Wasser

Dem Verbraucher steht heute scheinbar eine Vielzahl von Produkten zur Verfügung, um die Qualität seines Wassers zu verbessern. Oft werden dabei neben Wasserfiltern (Osmoseanlagen) auch Messgeräte im Rahmen einer Beratung eingesetzt oder angeboten. Aber bei weitem nicht alle Messgeräte sagen überhaupt etwas über die Qualität von Wasser aus. Vor der Entscheidung für ein Wasserfiltersystem ist es daher gut, sich genauer darüber zu informieren, wie unser Wasser beschaffen ist und was zum Beispiel sogenannte TDS-Messgeräte überhaupt messen.

Wasserqualität messen

Häufig hört man, dass man mit Hilfe des TDS-Messwertes die Qualität von Wasser einschätzen könne. Gemeint ist damit auch, dass man so herausfinden könne, ob das eigene Trinkwasser frei von Pestiziden, Medikamentenrückständen und anderen gesundheitsschädlichen Stoffen sei. Manchmal heißt es, ausschließlich Wässer mit einem sehr niedrigen Wert TDS-Wert ( ≤ 100 µS) sei gesundheitsfördernd.

Dies widerspricht jedoch sowohl naturwissenschaftlichen Grundlagen als auch den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein Leitmesswert, wie ihn die TDS-Messgeräte liefern, sagt nach diesen Richtlinien nichts über die Wasserqualität aus.
Um eine belastbare Aussage über die Wassergüte zu machen, ist eine chemische Analyse notwendig. Der TDS-Messwert liefert nur einen bestimmten Hinweis zur Zusammensetzung von Wasser. 

Was wird mit einem TDS-Messgerät gemessen?

TDS steht für „Total Dissolved Solids“. Das heißt nichts anderes, als dass der TDS-Wert die Summe der gelösten Feststoffe im Wasser angibt. Dazu zählen zum Beispiel Mineralien, Salze und Metalle. Das Gerät, das dafür eingesetzt wird, macht eine physikalische Messung. Es ermittelt die elektrische Leitfähigkeit des Wassers. Der Grad dieser Leitfähigkeit hängt von den Ionen, den elektrisch geladenen Molekülen, im Wasser ab. Leitfähig sind vor allem Salze, Mineralien und Metalle. Sie haben einen elektrischen Widerstand. Diesen kann die Physik in einer Messgröße beschreiben.

Was wird mit einem TDS Gerät gemessen

Vom Messwert des TDS-Gerätes zur Summe der gelösten Feststoffe im Wasser

Die elektrische Leitfähigkeit eines Stoffes wird mit der Messgröße Mikrosiemens (µS) angegeben. Diese lässt sich umrechnen in die Summe der gelösten leitfähigen Teilchen, entweder in die gebräuchliche Einheit mg/l (Milligramm pro Liter) oder englisch ppm (parts per million). Dabei gilt folgender Umrechnungsschlüssel: 1,2 µS/cm = 1 ppm = 1 mg/l.

Der allgemeine Aussagewert des TDS-Wertes

Hat man nun entweder einen µS-Wert oder ppm-Wert gemessen, dann hält man ein quantitatives Ergebnis in der Hand. Man weiß nun, dass man eine hohe oder niedrige Anzahl leitfähiger, gelöster Stoffe im Wasser hat. Dies können zum Beispiel eben die Minerale sein, die den regionalen Charakter des Wassers prägen. Minerale gehören in natürliches Quellwasser und bilden seinen typischen regionalbedingten Geschmack. Ob ein Wasser nun viele oder wenige Minerale hat, hängt ausschließlich von der Region ab und ist kein generelles Merkmal für dessen Güte.

Tatsächlich macht der TDS-Wert allein keinerlei Aussage über die Reinheit und Wasserqualität, da viele belastende und gesundheitsschädliche Stoffe im Rahmen einer solchen physikalischen Messung gar nicht erfasst werden können. Dazu gehören Rückstände von Hormonen, Pestiziden und Fungiziden.  

Beschränkte Aussagekraft von TDS-Werten beim Einsatz von Osmoseanlagen

Wird am Anfang einer Beratung über den Einsatz von Wasserfiltern der TDS-Wert als Argument herangezogen, kann dies irreführend sein. Wird das Wasser, dessen Güte verbessert werden soll, durch eine Osmoseanlage geleitet, sinkt der Anteil elektrischer Stoffe. Es zeigt sich folgerichtig ein niedriger Messwert. Dieses Osmosewasser enthält in Wahrheit einfach keine oder wenig Minerale. Würde man dem Wasser etwas Salz zugeben, würde der TDS-Wert sofort ansteigen. Doch damit würde das Wasser keineswegs ungesund werden. Umkehrt ist aus den besagten Gründen überhaupt nicht bewiesen, dass das nach einer Reinigung gemessene Wasser mit dem niedrigen TDS-Wert gesünder ist.

Wozu kann der TDS-Wert dann genutzt werden?

Der TDS-Wert kann dafür herangezogen werden, zu überprüfen, ob ein Wasserfilter nach der Ersteinrichtung der Anlage richtig funktioniert oder richtig angeschlossen worden ist. Gerade bei Umkehrosmoseanlagen ist es häufig der Fall, dass bei Vernachlässigung des Filterwechsels die Wasserfilter verkeimen, wodurch keine Vorfilterung mehr stattfindet und daraufhin die Filterleistung stark eingeschränkt wird.

Regelmäßige Kontrolle zahlt sich in geringeren Wartungskosten aus

Ist der Filter nicht mehr voll funktionsfähig, muss die sogenannte Membrane den erhöhten Filterleistungsbedarf kompensieren. Das führt dazu, dass die Lebensdauer der Membrane verkürzt wird. Ein Austausch der teureren Membrane ist in jedem Fall kostspieliger als ein regelmäßiger Filterwechsel.

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