Wasserfilter in der Küche
Gefiltertes Trinkwasser aus der Leitung unbeschwert genießen

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Aktualisiert am: 22.06.2021

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Warum das Trinkwasser in der Küche nochmal aufbereiten? Auch wenn das Leitungswasser in Deutschland gemeinhin als “gesund” gilt, gelangen immer wieder etwaige Schadstoffe in den Wasserkreislauf.

Aus privaten Haushalten, Industrie und Landwirtschaft finden vor allem Stoffe wie Mikroplastik, Hormone, Chemikalien, Pestizide und Nitrate ihren Weg ins Trinkwasser. Solche umweltbedingten Belastungen sind aus zwei Gesichtspunkten ernst zu nehmen:

  • Viele dieser Stoffe werden von der deutschen Trinkwasserverordnung weder gelistet noch berücksichtigt.
  • Selbst modernste Kläranlagen sind bislang nicht imstande, Rückstände von Mikroplastik, Medikamenten, Hormonen und Nitraten zuverlässig zu filtern.

Leider gibt es – abgesehen von einer Laboranalyse – keine Möglichkeit für private Haushalte, die Qualität des Trinkwassers zuverlässig zu testen und auf belastende Stoffkonzentration hin zu überprüfen. Mit einem Wasserfilter in der Küche können sie dem präventiv entgegenwirken und zahlreiche Stoffe aus dem Trinkwasser filtern. Hier eine kleine Auswahl:

Inhaltsstoffe Wasser

Erfahren Sie hier Wichtiges über die möglichen Stoffe die sich in unserem Wasser befinden können. 

Welche Schadstoffe kommen im Leitungswasser vor? Warum Wasser filtern?

Außerdem erfahren Sie in diesem Ratgeber…

  • welche Arten von Wasserfiltern es für die Küche gibt.
  • dass der Anschluss einer Wasserfilteranlage unter der Spüle oder direkt am Wasserhahn möglich ist.
  • warum ein Tischkannenfilter einen fest installierten Wasserfilter in der Küche nicht ersetzen kann.
  • was ein Wasserfilter für die Küche kostet.
  • und last but not least: welche Vorteile ein Wasserfilter in der Küche mit sich bringt.

Wasserfilter für die Küche: Welche Modelle & Varianten gibt es?

Prinzipiell gibt es vier Möglichkeiten, einen Wasserfilter in der Küche zu nutzen. Fest installierte Wasserfilter können Sie entweder unter der Spüle, als Auftischfilter oder direkt am Wasserhahn installieren.
Alternativ können Sie zur Trinkwasseraufbereitung in der Küche auch einen Tischkannenfilter verwenden.

Über die Unterschiede sowie Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten sprechen wir im Folgenden.

1. Trinkwasserfilter in der Küche – unter der Spüle

Die Installation eines Wasserfilters unter der Spüle bringt den Vorteil mit sich, dass das Filtersystem direkt am Unterbau, am Kaltwasseranschluss montiert wird und damit nicht sichtbar ist – zumindest solange der Küchenschrank unter der Spüle geschlossen bleibt.

Dort wird der Wasserfilter i. d. R. mit einer einfachen Rohrzange direkt am Kaltwasser-Eckventil angeschlossen. Außer Sicht sorgt ein Untertisch-Wasserfilter in Ihrer Küche so für eine spürbare Verbesserung Ihres Trinkwassers.

2. Trinkwasserfilter in der Küche – oben am Auftisch

Alternativ zum Untertisch findet man auch Wasserfilteranlagen für die Küche, die man oben am Auftisch abstellt und neben dem Wasserhahn installiert. Handhabung und Installation sind prinzipiell simpel. Ein Auftischsystem nimmt generell mehr Platz in Anspruch, da es aus folgenden Komponenten besteht:

  • einem Filtergehäuse,
  • einem Wasserhahn, der neben oder auf dem Gehäuse befestigt ist
  • und einem Anschlussschlauch, der an der Küchenarmatur montiert wird.

Auftischfilter sind demnach flexibel und mobil nutzbar, benötigen aber entsprechend Platz, da die Spüle in der Küche um einen “zweiten Wasserhahn” erweitert wird.

3. Trinkwasserfilter in der Küche – direkt am Wasserhahn

Darüber hinaus gibt es auch Trinkwasserfilter, die direkt am Wasserhahn befestigt werden. Diese Wasserfilter benötigen wesentlich weniger Platz als Auftischfilter.

Auch die Installation von Wasserfilter-Aufsätzen ist etwas leichter als etwa bei Modellen für den Untertisch. Man kann die meisten Modelle ohne Werkzeug einfach mit den Händen an der Küchenarmatur festschrauben.

Gut zu wissen:
Da die meisten Wasserfilter-Modelle die Durchflussmenge reduzieren, ist es ratsam, den Filter wieder abzuschrauben, bevor man z. B. Geschirr spült, Gemüse wäscht, oder aus anderen Gründen eine größere Menge Wasser benötigt. Alternativ können Sie auf Modelle mit Umschaltfunktion zurückgreifen, wobei Sie den Filter jederzeit aktivieren bzw. deaktivieren können.

Leistungsspektrum eines Trinkwasserfilters in der Küche

Wenn Sie einen Trinkwasserfilter in Ihrer Küche nutzen möchten, sollten Sie sich vor dem Kauf überlegen, welche Schadstoffe Sie genau filtern möchten. Für viele Wasserfilter gibt es verschiedene Filterkartuschen mit Stärken und Schwächen. Das Leistungsspektrum ist zwar oft ähnlich, aber es werden durchaus verschiedene Schwerpunkte gesetzt, die – z. B. aufgrund Ihres Wohnortes – für Sie relevant sein können.

So gibt es spezielle Wasserfilter für die Küche, die sehr zuverlässig sind, Mikroplastik, Asbestfasern sowie Keime und Bakterien (bis zu 99,9%) zu filtern. Gleichzeitig sind sie jedoch weniger gut geeignet, Rückstände von Pestiziden, Medikamenten oder Gerüche und Geschmäcker aus dem Leitungswasser zu entfernen.

Tipp:
Vor dem Kauf sollten Sie sich am besten eine Liste jener Stoffe zusammenstellen, die Sie aus Ihrem Trinkwasser filtern möchten. Wer in einer stark landwirtschaftlich geprägten Gegend wohnt und deshalb Nitrat-1 oder Pestizidrückstände2 filtern möchte, entscheidet sich womöglich für ein anderes Modell als jemand, der nach einem effektiven Wasserfilter gegen Keime & Bakterien3 oder andere Mikroorganismen sucht.

Unterschied zwischen Tischkannen- & fest installierten Filtern

Das Leistungsspektrum eines fest installierten Wasserfilters – egal ob am Untertisch oder am Wasserhahn – lässt sich übrigens nicht wirklich mit der Leistung eines Tischkannenfilters vergleichen, einfach weil die Filterleistung wesentlich geringer ist. Die Technik der Filterung unterscheidet sich wie folgt:

  • Die Filterkartuschen bei fest installierten Wasserfiltern besitzen einen Kern aus Aktivkohle.
  • Herkömmliche Tischkannenfilter setzen auf lose geschüttete Aktivkohle.

Ist die Aktivkohle nur lose geschüttet, sorgt der Tischwasserfilter zwar für einen besseren Geschmack und Geruch des Wassers, versagt aber bei der Filterung von Schadstoffen.

Als Zwischenfazit könnte man festhalten: Ein Tischkannenfilter ist gut gegen Kalk, kann aber weder als Nitratfilter herhalten, noch Rückstände von Mikroplastik, Medikamenten oder Hormonen zuverlässig filtern. Ein guter Aktivkohlefilter kann hingegen all die genannten Schadstoffe zuverlässig filtern. (Vergleichen Sie dazu auch die obige Tabelle). 

Gut zu wissen:
Der Aktivkohlefilter verliert mit der Zeit seine Filterleistung! Warum das so ist, können Sie im Beitrag “Wie funktioniert ein Aktivkohlefilter?“ nachlesen. Daher ist ein Kartuschenwechsel nach circa 4 bzw. 6 Monaten – je nach Nutzung – notwendig.

Was kostet ein Wasserfilter für die Küche?

Die Kosten eines Wasserfilters für die Küche hängen in erster Linie davon ab, ob Sie die Wasserfilteranlage unter der Spüle oder direkt am Wasserhahn montieren möchten. Bei Alb Filter kosten die Wasserfilter am Untertisch weniger als die DUO-Wasserfilter mit Umschaltfunktion, die man direkt am Wasserhahn anschließen kann. Der Alb Filter ELEMENT in der Untertisch Variante kostet #!albactive!#. Der Alb Filter DUO am Wasserhahn startet bei #!albduoactive!#.

Wie sinnvoll ist ein Wasserfilter für die Küche? 

Bei der Frage nach den möglichen Vorteilen, die die Installation eines Wasserfilters in der Küche bringen könnte, gibt es vor allem 3 schlagkräftige Argumente:

  • Genießbares und sicheres Wasser ist nicht unbedingt automatisch gesund. Zu viele Schadstoffe aus Landwirtschaft und Industrie schaffen es durch die Kläranlagen und gelangen in unser Leitungswasser. Vielerorts sind im deutschen Trinkwasser Rückstände von Pestiziden, Chemikalien, Hormonen, Medikamente und Nitraten nachweisbar. Ein fest installierter Wasserfilter schafft hier nicht nur ein geschmackliches Upgrade, sondern bietet gereinigtes, gefiltertes Trinkwasser und damit mehr Sicherheit für Sie und Ihre Familie.
  • Etwaige Bedenken, dass Wasserfilter neben den Schadstoffen auch wertvolle Mineralien und Spurenelemente herausfiltern, können Sie getrost beiseite schieben: Bei guten Wasserfiltern bleiben diese erhalten!
  • Ein weiterer großer Pluspunkt von Wasserfiltern in der Küche ist, dass Sie eine Menge Geld sparen: Wer bisher Wasserflaschen gekauft und nach Hause transportiert hat, spart Zeit, Geld und Müll. Gesundes Trinkwasser kommt damit direkt aus dem Hahn.

Vorteile eines fest installierten Wasserfilters in der Küche

  • Wertvolle Mineralien & Spurenelemente bleiben erhalten
  • Effektiver Schutz gegen Bakterien & Keime
  • Ohne Werkzeug montierbar 
  • Anschluss direkt am Wasserhahn oder unter Spüle möglich
  • Zuverlässige Filterung ungewollter Schadstoffe im Leitungswasser
  • Reduziert Müll (wenn das Wasser anstatt aus Flaschen aus der Leitung getrunken wird)
  • Beseitigung von unangenehmen Geschmack & Gerüchen
  • Passt auf handelsübliche Armaturen bzw. Wasserhähne

All diese Vorteile können durch die einmalige Installation eines Wasserfilters in der Küche erzielt werden. Wenn Sie im Zuge dessen weniger oder kein Wasser aus Glas- oder Plastikflaschen konsumieren, sparen Sie eine Menge Geld und reduzieren Ihren CO2-Abdruck: Laut einer Studie des Instituts ESU Services4 hat stilles Mineralwasser in der (Einweg-)Flasche eine 90 bis 1.000-fach höhere Umweltbelastung zur Folge als der Konsum von Leitungswasser.

Ohnehin ist der Kauf und Transport von Plastik- & Glasflaschen um einiges aufwändiger, als das eigene Leitungswasser direkt und jederzeit in der Küche frisch gefiltert zu genießen. 

Häufige Fragen kurz erklärt

Warum sollte man Leitungswasser filtern?

Unser Leitungswasser in Deutschland wird zwar streng kontrolliert, doch die Realität zeigt mitunter gravierende Mängel. Einige Stoffkonzentrationen wie etwa Medikamenten-, Hormon-, Mikroplastik oder Pestizid-Rückstände werden von der Trinkwasserverordnung nicht offiziell gelistet!

Was bringen Wasserfilter für Trinkwasser?

Wasserfilter sind vielseitig einsetzbar: Sie können Mikroplastik, Hormone oder Medikamente (Rückstände) genauso effektiv filtern wie Kupfer oder Blei. Aktivkohlefilter eignen sich auch gut, um das Trinkwasser von Bakterien, Keimen (z. B. E-Coli) und Legionellen oder einfach nur von lästigem Geschmack sowie unangenehmen Gerüchen zu befreien.

Wie gefährlich sind Wasserfilter?

Auf diese Frage können wir nur für unser eigenes Produkt antworten: Die Wasserfilter von Alb sind absolut ungefährlich. Derartige Meldungen – die sich meist auf einen Artikel des Sterns5 berufen – beziehen sich ausschließlich auf Tischwasserfilter, die wenig bis nichts mit unseren fest installierten Wasserfilteranlagen gemeinsam haben.

Nur bei Tischwasserfiltern besteht die Gefahr einer Verkeimung, wenn das Filtermedium nicht rechtzeitig gewechselt wird. Diese Gefahr besteht bei den Alb-Filtern nicht.

Mehr darüber können sie hier nachlesen: Warum Wasser (nochmals) filtern? 

Wie kann man Kalk aus Wasser filtern?

Um Kalk aus Ihrem Leitungswasser zu filtern, brauchen Sie nicht unbedingt einen Wasserfilter. Sie können das Wasser auch einfach in einen Topf füllen und es aufkochen. Alternativ können Sie das Trinkwasser mehrmals durch einen handelsüblichen Kaffeefilter laufen lassen.

Verwandte Artikel und Produkte

Quellenangaben

  • https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/nitrat-im-grundwasser-deutschland-droht-strafe-von-850-000-euro-pro-tag-a-1278967.html
  • https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/umwelt-haushalt/wasser/sind-pestizide-und-medikamente-im-leitungswasser-34837
  • https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/colibakterien-trinkwasser-aachen-102.html
  • https://esu-services.ch/de/projekte/lcafood/wasser/
  • https://www.stern.de/gesundheit/wasserfilter--die-wahrheit-ueber-teure-filter-und-ihren-nutzen-7652762.html